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Umbauten / Sanierungen

Unterschiede Umbau – Neubau

Der wesentliche Unterschied zwischen Umbauten und Neubauten ist jener, dass das Haus im ersten Fall schon steht. Dies Aussage klingt banal, weisst aber bereits auf Fragen hin wie:

Gibt es die Notwendigkeit, zwischen architektonischen Planungen für Um- und Neubauten zu unterscheiden?

Gibt es Unterschiede in den Planungs- und Bauphasen?

Wird zusätzliches Wissen benötigt um Umbauten (Sanierungen) sicher zu beherrschen?

 

Die Antwort lautet: Ja, es gibt grundlegende Unterschiede in Planungsmethodik, Bewertungsmodellen und Fachwissen, welche man sich als Planer aneignen muss, um Umbauten für den Bauherrn zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.

 

Währen der Planung und der Ausführung genügt für Umbauten oder Renovationen das aktuelle Bauwissen nicht. Historische Verständnis der Architektur und der Bautechnik ist gefragt. Es ist ein flexibles Denken notwendig, nicht immer kommt das zum Vorschein was man erwartet hat. Dann ist es gut, wenn man im Vorfeld bereits verschiedene Szenarien durchgedacht hat und von Erfahrungen profitieren kann.

Wir haben diese Erfahrungen und führen auch Ihren Umbau, Ihre Haussanierung oder die Erweiterung Ihres Betriebes zum Erfolg.

 

Bauen im Bestand, Weiterbauen

Aktuelle Standards, geänderte Nutzeransprüche und neue technische Vorschriften bedeuten Anpassungen bei Gebäudesanierungen. Die dafür notwendigen Baumassnahmen erfordern Kenntnisse über aktuelle Bautechniken und über historische Bauweisen. Der Schwerpunkt scheint dabei in erster Linie auf den technischen und nicht auf den gestalterischen Kompetenzen zu liegen. Daraus könnte man schliessen, dass Sanierungen und Umbauten aus rein konstruktiven Lösungen bestehen.

Dieser weitverbreitete Meinung kommt möglicherweise daher, dass vordergründig ein wesentlicher Teil der Gestaltung bereits vollbracht ist: Das Volumen ist weitgehend festgelegt, die Struktur des Gebäudes wird durch die bestehende Statik vorgegeben und auch das Erscheinungsbild scheint fixiert zu sein.

Dabei können schon sehr kleine Sanierungsmassnahmen und Eingriffe wesentliche Veränderungen des Bestandes bewirken. Bei den vielen energetischen Sanierungen werden Aussenwärmedämmungen aufgebracht, dies führt zum Beispiel zu deutlich tieferen Fensterleibungen – „Fensterlöchern“ – noch verfälschter wird das Fassadenbild bei Gebäuden mit aussenbündigen Fenstern. Zudem werden durch das Dämmen der Leibungen die Fensteröffnungen kleiner, das heisst die Proportionen zwischen Fenster und Wand verändern sich. Nur schon dieses alltägliche Beispiel zeigt, dass jede Bautätigkeit Veränderungen mit sich zieht. Darum ist es wichtig diese nicht nur technisch richtig zu Planen, sondern auch architektonisch, gestalterisch Auszuformulieren.

 

Bauen, gleich ob Neubau oder Umbau, bedeutet immer Weiterbauen – Weiterbauen an einem bestimmten Ort, einem Haus, einer Strasse, einem Quartier, einer Stadt, einer Landschaft. Es geht um die Auseinandersetzung mit Vorgefundenem. Unser Lebensraum ist ein Kulturraum voller sichtbarer und unsichtbarer Bezüge, das heisst geschichtlicher, geistig-kultureller, räumlicher, sozialer und emotionaler, funktionaler und physischer Spuren. Diese sind sichtbar oder können sichtbar gemacht werden. Bauen heisst leben. Deshalb gründet unsere Architektur auf Dauerhaftigkeit und Kontinuität. Die Auseinandersetzung mit der vorhandenen Sozial- und Architekturgeschichte ist die wesentliche Voraussetzung für alles Neue.

Jedes architektonische Projekt baut ideell und materiell auf dem Vorgefundenen und seiner komplexen Vorgeschichte auf.